strassensperre

Posted On 15. Oktober 2013 By In Einsätze von Piker With 2287 Views

Die etwas andere Straßensperre

Mittwoch Abend, 22:21 Uhr: „Fahrt ihr bitte mal zur Kaiserallee; Dort soll ein „Küchengerät“ mittig auf der Straße stehen.
Hat wahrscheinlich mal wieder jemand seinen Haushalt aufgelöst und stellt jetzt seinen Küchenmixer zur Verfügung… 🙂

Doch es erwartete uns kein kleiner Küchenmixer, sondern ein quer auf der Straße liegender amerikanischer Kühlschrank mit Doppeltür. Nachdem wir die skurrile Situation realisiert hatten, brach lautes Gelächter im Streifenwagen aus.

Voller Vorfreude auf ein Kaltgetränk öffneten wir die Türen. Ein brandneuer Kühlschrank, leider ohne Inhalt 😉

Während wir zu Dritt den Kühlschrank an den Seitenrand schoben, warteten wir eigentlich nur darauf, dass gleich jemand mit einer versteckten Kamera von „Verstehen sie Spaß“ aus dem Busch käme. Aber stattdessen erschien ein Umzugswagen, mit einem sehr bedröppelt dreinblickenden Fahrer:

 

„Entschuldigung, ich glaube..ich habe den Kühlschrank  verloren…“
„Sie meinen dieses kleine Gerät hier?“ antworteten wir grinsend.

Neben einer Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeige bezüglich seiner nicht ausreichenden Ladungssicherung, hat der Herr nun auch seinen stark verbeulten Kühlschrank zurück.

So lustig sich die Geschichte für uns auch darstellte, sie hätte deutlich anders ausgehen können…

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Ich bin Polizeibeamter in einem schönen Bundesland hier in Deutschland und habe mein Studium bei der Polizei wenigen Jahren erfolgreich abgeschlossen. Seitdem bin ich im Wach-und Wechseldienst (auch bekannt als Streifendienst) für die teilweise kuriosen Anliegen der Mitbürger da :) Vielleicht noch kurz zu der Entstehung meines "seltsamen" Nicknames: Bei dem Ausfüllen eines Formulars im Dienst ist mir ein folgeschwerer Rechtschreibfehler unterlaufen. Anstatt im Mängelzettel den defekten "Peiker" (unser Mikrofon im Streifenwagen sozusagen), hatte ich "Piker" geschrieben. Nachdem dieser Zettel von ein paar Kollegen entdeckt worden war, hatte sich der Fehler innerhalb kürzester Zeit wie ein Lauffeuer in der ganzen Wache verbreitet. Seitdem werde ich von vielen Kollegen nur noch mit meinem neuen Namen - "Piker" - angesprochen.